Fotografie

Was soll ein Bild erzählen?

Diese Frage steht bei uns am Anfang, nicht die Frage nach der Bildgrösse. Wer weiss, wo ein Foto später stehen soll, trifft vor dem Termin bessere Entscheidungen. Auf dieser Seite steht, wie wir arbeiten, was ein Termin kostet an Zeit und was Sie mitbringen sollten.

Für Menschen

Ein Porträttermin dauert bei uns zwei bis drei Stunden. Das klingt lang, und es ist Absicht. Die ersten zwanzig Minuten gehören dem Ankommen: Wir sitzen am Tisch, trinken etwas, und ich erkläre, was gleich passiert. Wer vorher weiss, wie es abläuft, muss nicht mehr darüber nachdenken, wie er stehen soll.

Fotografiert wird bei Tageslicht. Das Studio hat Fenster nach Norden und Osten, dadurch bleibt das Licht über Stunden gleichmässig. Wir brauchen keine Blitze, keine Reflektoren und keine Hilfsmittel, die man im Bild später sieht. Wenn das Wetter mitspielt, gehen wir für eine halbe Stunde nach draussen an den Main oder in den Hof.

Zum Schluss sitzen wir gemeinsam vor dem Bildschirm und wählen aus. Sie sehen alles, was entstanden ist, auch die Aufnahmen, die nichts geworden sind. Am Ende bleibt eine kleine Auswahl, die zusammen funktioniert.

Was Sie mitbringen

Zwei bis drei Oberteile, die Sie ohnehin tragen, und Schuhe, in denen Sie gehen können. Alles Weitere liegt bei uns. Wer unsicher ist, schickt vorher ein Foto vom Kleiderschrank, das ist einfacher als drei Taschen ins Studio zu schleppen.

H. R. sitzt auf dem Holzstuhl und dreht den Oberkörper zum Fenster, die Schultern sind sichtbar tief, halbnahe Aufnahme.
Die ersten Minuten gehören dem Ankommen. Sprechen, Wasser, dann erst die Kamera. Foto: Arnold Hahn

Typische Anlässe

  • Porträt für die eigene Website oder ein Buchprojekt
  • Bewerbungsunterlagen, bei denen kein Passbild helfen würde
  • Familien- und Mehrgenerationenbilder ohne Aufstellung
  • Ein Bild für einen Nachruf, wenn es noch möglich ist

Zwei Mitarbeiter beugen sich über eine technische Zeichnung auf der Werkbank, der Meister deutet mit dem Kugelschreiber auf eine Massangabe.
Kurze Absprache an der Zeichnung. Danach wird wieder gearbeitet. Foto: Arnold Hahn & Valerie Schöning

Für Unternehmen

Betriebliche Fotografie scheitert selten an der Technik. Sie scheitert daran, dass niemand vorher entschieden hat, was die Bilder eigentlich belegen sollen. Deshalb beginnt jedes Projekt mit einem Ortstermin, bei dem wir ohne Kamera durch die Räume gehen und notieren, wo gearbeitet wird und wann das Licht dort steht.

Am Aufnahmetag arbeiten wir mit dem, was da ist. Werkbänke bleiben belegt, Kittel bleiben fleckig, und die Werkzeuge liegen so, wie sie nach einem Arbeitstag liegen. Menschen werden begleitet, nicht inszeniert: Wir stellen uns neben sie, warten einen Handgriff ab und fotografieren, wenn die Bewegung sitzt.

Sie erhalten eine kuratierte Serie mit zwölf bis dreissig Bildern, abgestimmt auf die Stellen, an denen sie eingesetzt werden. Dazu gehören Querformate für Kopfzeilen, hochformatige Porträts für Teamseiten und Detailaufnahmen für Zwischenräume. Nutzungsrechte und Einwilligungen klären wir vorher schriftlich, damit später niemand nachfragen muss.

Was wir nicht liefern

Keine gestellten Konferenzszenen, keine lachenden Menschen vor Whiteboards und keine Aufnahmen, die auch bei drei anderen Betrieben im Ort hängen könnten. Wenn Ihr Betrieb unspektakulär aussieht, dann zeigen wir ihn unspektakulär.

Kleine Bleistiftzeichnung eines geöffneten Sprossenfensters mit wehender Gardine.

Erst die Fenster, dann die Kamera.

Ablauf

Der Arbeitsablauf in vier Schritten

Vier Schritte, die bei jedem Auftrag in dieser Reihenfolge stattfinden. Zwischen dem ersten Gespräch und der Übergabe liegen meist zwei bis vier Wochen.

  1. Gespräch und Anliegen

    Wir klären am Telefon oder im Studio, worum es geht und wo die Bilder später leben werden. Erst danach sprechen wir über Format, Umfang und Termin.

  2. Ortsbegehung und Licht

    Wir prüfen Räume, Fenster und Tageszeiten. Für betriebliche Aufträge notieren wir, wann welcher Bereich brauchbares Licht hat und wo wir etwas umstellen müssen.

  3. Die Aufnahme

    Wir arbeiten ruhig und ohne Zeitdruck. Bei Porträts sind zwei bis drei Stunden eingeplant, bei Reportagen ein halber oder ganzer Arbeitstag.

  4. Auswahl und Übergabe

    Wir sichten gemeinsam und entwickeln eine Serie, die als Ganzes trägt. Sie erhalten die Bilder in den Formaten, die Sie tatsächlich brauchen, inklusive Alternativtexten für die Website.

Häufige Fragen

Was kostet ein Porträttermin?

Ein Porträttermin im Studio beginnt bei 480 Euro und enthält die Sitzung, die gemeinsame Auswahl und zehn bearbeitete Bilder in Druck- und Webauflösung. Betriebliche Aufträge kalkulieren wir nach Aufwand; die Zahlen hängen von der Zahl der Standorte und der Menschen ab. Sie erhalten vor dem Termin ein Angebot mit festem Betrag, damit es hinterher keine Überraschungen gibt.

Wie lange dauert es, bis die Bilder fertig sind?

Zehn Werktage. Bei grösseren Reportagen vereinbaren wir Zwischenstände, damit Sie schon vorher mit dem Layout beginnen können.

Wir sind unsicher, ob unsere Mitarbeitenden fotografiert werden möchten.

Das ist der Normalfall, und es lohnt sich, vorher darüber zu sprechen. Wir erklären im Vorfeld, was mit den Bildern passiert, holen schriftliche Einwilligungen ein und fotografieren niemanden, der nicht möchte. Wer nicht im Bild sein will, ist trotzdem Teil der Reportage: Dann zeigen wir die Werkbank, die Hand oder den Raum.

Fotografieren Sie auch ausserhalb von Frankfurt?

Ja. Im Rhein-Main-Gebiet ohne Zusatzaufwand, darüber hinaus berechnen wir Reisezeit und Übernachtung zum Selbstkostenpreis.

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